YCR-Seglerin Maya Langhammer beim Goldenen Opti in Kiel

Maya Langhammer war am Start beim Goldenen Opti in Kiel. Hier ihr Bericht...

Am letzten Wochenende war ich in Kiel für den YCR beim Goldenen Opti am Start. Damit ging  für mich ein großer Wunsch in Erfüllung, denn bereits 2017 hatte ich teilnehmen wollen. Im letzten Jahr hatte das noch nicht geklappt, da mir noch die notwendige Erfahrung für das Segeln in einem Seerevier fehlte.

In diesem Jahr hatten rund 500 Segler in den Optiklassen A und B den Weg zum Segel-Olympiazentrum in Schilksee gefunden und sorgten für eine imposante Kulisse an Land und auf dem Wasser. Die Traditionsregatta, die dieses Jahr ihr 50. Jubiläum feierte, wird auf der Kieler Förde gesegelt und gilt als eine der anspruchsvollsten Regatten in dieser Klasse. Im Feld dabei waren die Segler des WM und EM-Kader, die nationalen Kader-Segler der Bundesländer und Top-Teams aus Dänemark, den Niederlanden und aus Polen.

Für mich war es die erste Regatta-Erfahrung in einem Seerevier mit Welle und Strömung. Keine einfachen Bedingungen, aber immerhin bei herrlichem Sonnenschein. Am Samstag ging es um 10 Uhr ins Wasser. Ein kaum vorstellbares Gedränge an der Slipanlage und im Hafen, wenn 500 Opti-Segler mehr oder weniger gleichzeitig ins Wasser wollen!

Entsprechend groß war die Aufregung an der Startlinie. Eine ganze Serie von Frühstarts mit Massenrückruf führte letztlich zum Start unter „Black Flag“. Dieser Lauf konnte dann erfolgreich durchgeführt werden. Allerdings wurden aus anfänglich 3 Bft. immer weniger Wind, so dass der zweite Lauf letztlich abgebrochen werden musste.

Alle Hoffnungen lagen nun auf dem zweiten Wettfahrt-Tag. Immerhin waren ja laut Ausschreibung sechs Wettfahrten für die Regatta geplant.

Bereits um 8:30 Uhr standen wir alle segelfertig bei unseren Booten. Allerdings mit langen Gesichtern.

Es gab zwar Wind, aber keine Sicht. Ein stark bewölkter, diesiger Himmel  bei 14 Grad und eine dicke Nebelwand über dem Wasser. Wie sollte man da die Tonnen finden? Egal, es ging aufs Wasser. Schließlich sollte laut Windfinder.App der Himmel gegen Mittag aufreißen. Geduld war gefragt.

Als es dann gegen Mittag nach zwei Stunden Warten auf dem Wasser und etwas besserer Sicht endlich losging, lagen die Nerven bei vielen Seglern blank. Wieder eine Serie von Frühstarts und letztlich Start unter Blackflag.

Ich war zum Glück nicht dabei, erlebte dann aber vor dem Wind bei Kabbelwasser eine Lee-Kenterung, die mich ziemlich zurückwarf. Der dritte und letzte Lauf wurde erneut unter Blackflag gestartet und führte zu einer großen Anzahl „BFD“ (Black Flag Disqualified). Mehr als 50 Segler, darunter einige der Top-Platzierten, mussten vorzeitig die Regatta beenden und zurück in den Hafen.

Ich war auch dieses Mal nicht betroffen und konnte meinen Lauf zu Ende bringen.

Mein Gesamt-Ergebnis war Platz 239.

Ich bin zwar nicht ganz zufrieden mit dem Resultat, denn mein Ziel war unter die Top 200 zu kommen, aber begeistert von dem Olympia-Revier und dem einmaligen Erlebnis am und auf dem Wasser war ich trotzdem.

   

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